Emotionen, wo sind sie geblieben ?

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Hey Norbert,

ja, die Tenere habe ich auch schon auf dem Radar, die 790er @ spricht mich nicht mehr wirklich an.
Und mit der 3er hast du auch recht und deshalb habe ich die Idee auch schon verworfen, denn ich habe ja meine 2er.

Ich habe ja keine Not und probiere aus was mir unter den Hintern kommt.
 
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Emotionen und Freude bereitet mir auch meine Vespa T5, bissl getunt.
Die Vespa Ausfahrt letztes Jahr mit 50 Vespa das ist alles schön und bereit mir Freude.
 
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Hallo el martino,

der gleiche Gedanke treibt mich ja auch um: Ein zweites Pferd im Stall. Leider ist die Auswahl nach meinen Kriterien sehr überschaubar.
Die Clubman finde ich auf jeden Fall interessant, hat dann aber doch ein grausiges Leistungsgewicht. Zumal mich die Frage umtreibt warum man sich so ein altes Eisen zulegen sollte nur um dann wieder Probleme mit Wartung und Ersatzteilen zu bekommen. Auch preislich sind die oft nicht interessant. Zumal ich diesen Cafe-Racer-Stil nicht viel abgewinnen kann. Aber Optik ist zweitrangig.
Royal Enfield: Fällt beim Leistungsgewicht durch, würde ich als "Klumpen" im Gewichtssinn bezeichnen.
Vitpilen: Auch sehr interessant. Die Tourentauglichkeit ist durch die fehlende Möglichkeit zur Gepäckunterbringung eingeschränkt und diese kurzen Stummelheck-Sachen mit Kennzeichenträger an der Schwinge finde ich nicht wirklich schön.

Die Kawasaki hatte ich mir angeschaut weil sie in der ganzen Retrowelle noch ein gutes Leistungsgewicht hat ohne gleich einen ganzen Liter oder mehr Hubraum zu haben und weil sie für mich eine gelungene Mischung aus moderner Technik und klassischer Optik ist.

Als nächstes werde ich mir mal die Yamaha XSR 900 ansehen, die zwar optisch sehr streitbar ist, aber ein interessante Kombination aus Hubraum / Leistung / Gewicht darstellt.
Und die Duke 3 gibt es ja auch noch. ;)

Am liebsten wäre mir ja so was wie die 640 Adventure, aber sowas gibt es irgendwie nicht mehr. Das Marktangebot hat oft ein schlechteres Leistungsgewicht oder ist gleich wieder ein ganzer Liter. Vielleicht noch die 990 SMT, aber das ist auch schon wieder ein ganze schönes Schlachtschiff.
Man kann natürlich auch noch Richtung E-Bike (Zero) schauen, aber mit den Reichweiten sind die für echtes Touring noch vollkommen unbrauchbar.

Und Emotionen sollte es auch noch wecken...
Hi Max! 😃

Gebe dir bei deiner Analyse vollkommen recht, die gleichen Bedenken habe ich auch größtenteils.

- Honda Clubman: Liebhaberpreise, bald 30 Jahre alt. Warten, Pflegen, Ersatzteilversorgung etc. wird zur zeitintensive Aufgabe (Duke 1 lässt grüßen 🧐 ).
- Vitpilen: Ziemlich eingeschränkt, sehr Hipster verdächtigt. Aber irgendwie gut gemacht, mit Umbau eines Kennzeichenhalters an das Heck in meinen Augen eine gute Lösung.

- Royal Enfield: Leistung-Gewicht Verhältnis wäre nicht so das Thema um einfach gutmütig und kontrolliert Unterwegs zu sein wären ca 40PS bei um die 200kg ok. Naja, behaupte ich jetzt mal so, bis auf die Clubman kenn ich die Böcke fahrtechnisch noch gar nicht. Letzendlich läuft alles auf ein dritt Mopped aus 🤪
 
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Heyho,

ich glaube fahren ist das Wichtigste. Man muss sich auf dem Gerät einfach wohlfühlen. Und ja, aller guten Mopeds sind drei. Stimmts, Norbert?
el martino, bei mir in der Gegend steht eine Suzuki Goose beim Suzuki-Händler in Horgau. Die hab ich mir die Tage mal auf der Bühne anschauen können. Die steht auch echt super da.
Wäre ja eine Alternative zur Clubman.

Norbert hat mich echt (wieder) auf die Ténéré angefixt. Zum Glück ist der freundliche KTM-Händler auch ein freundlicher Yamaha-Händler.
 

Norbert

Hausherr
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Und ja, aller guten Mopeds sind drei. Stimmts, Norbert?
früher hätte ioch gesagt "ich verkaufe doch keines :cool: "
Heute sind es nur noch 2 und die reichen mir.... im Moment ;-)

Gruss

Norbert
 
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Klink mich mal hier ein.
Ich habe eine Duke 1 die von meinen zahlreichen Vorgängern auf SMS Design umgebaut wurde, hab mir dann eine Duke 2 gekauft (sehr schönes Moped) und nach Reparatur wieder verkauft. Im Keller stand zu der Zeit noch eine zerlegte EGS 620 die seit gestern wieder läuft und an Vatrtag hab ich mir eine Duke 3 zum schrauben gegönnt. Alle Mopeds machen sehr viel Spaß obwohl doch schon Unterschiede, zum Teil deutliche, vorhanden sind. Behalten werde ich die Duke 1 und die EGS. Termin für ein Rollout der Duke 3 ist 2022 oder 23.
Wie oben schon beschrieben treibt auch mir die rappelende und klappernde und vibrierende Duke 1 das Grinsen ins Gesicht.
 
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Auch wenn der Clip schon älter ist,
aber das eine Duke kein "normales" Motorrad ist, wird anschaulich dargestellt.
Und auch für "Kleine" geeignet;).

 

Norbert

Hausherr
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wobei der Name Chambon auch schon wieder Emotionen weckt ... was war das für eine geile Zeit!
werden die jüngeren kaum noch kennen...


Gruss

Norbert

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Norbert

Hausherr
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da gab es diese eine Tür!
Seit ich ein kleiner Junge war, fragte ich mich was dahinter ist.
Es stand nur drauf "Das Biest - Zutritt verboten"
Den Schlüssel hatte der Vater immer am Mann, er gab ihn nie raus und so sehr ich mich auch anstrengte, konnte ich nie einen Blick in die Kammer erhaschen, wenn er in ihr verschwand.
Ab und zu hörte man Nachts dumpfes grollen, wo ich dachte das es aus der Kammer kam, aber immer wenn ich mich nahc draussen geschlichen habe, war es wieder ruhig.
Das es so laute Motorräder gibt weiss ich Oldtimer Ausstellungen, dort konnte man die Motoren ab und zu mal hören, aber was ist das hinter dieser Türe ?
Ich konnte in dem laufe der Jahre niemals aus meinem Vater herauskitzeln was sich hinter der Tür versteckt.
Seine Antwort war immer nur "das Biest" und dann war Ende.
Viele Touren sind der Papa und ich schon miteiander gefahren, erts mit den 125ern und dann später auch mit den "grossen"
Viel Kurven haben wir genommen und oft genug musste das ABS mal eingreifen oder auch die Traktionskontrolle griff in brenzligen Situationen ein.
Der Papa erzählte von früher als er auf der Kartbahn und der Rundstrecke unterwegs war, wie die Motorräder noch brüllen konnten aus vollen Rohren.
Doch er fand es auch schön das die Motorräder heute leiser sind, aber man merkte das ihm irgendwas fehlt.
Heute wollen wir auch wieder eine Runde drehen, hab mein Motorrad schon im Hof stehen und warte darauf das der Papa kommt.
Als er raus kam ist irgendwas anders!
Er hat andere Sachen an.
Einen einteiligen Lederkombi die ich noch nie gesehen habe, Cross Stiefel und einen Cross Helm, was ist mit ihm los ?
Dann macht er die Garage zu, wo die Motorräder drin stehen.
Öffnet die Tür vom Biest und schiebt es raus.
Das erste mal das ich es sehe
Ich kann es irgendwie nicht einordnen was es ist, er erzählt das es eine alte Duke ist, das Motorradfahren pur!
Nichts was man heute am Motorrad kennt ist an diesem Motorrad vorhanden, keinerlei Elektronik, kein E-Starter.
Wie bekommt man sowas an ?
Er setzt sichd rauf, klappt auf der linken Seite einen Hebel raus, zieht am Lenker einen kleinen Hebel und tritt ein paar mal auf dem Hebel am Motor.
Dann lässt er ihn nach oben kommen, tritt nochmal langsam etwas runter, bäumt sich auf und tritt mit Schwung auf den Hebel.
Da war es dieses Geräushc, was ich nach ab und zu hörte
Es war keine Donnern, es war schlimmer!
Ein dumpfer Klang den ich so noch nie gehört habe. Mir tun fast die Ohren weh.
Er lässt das Biest einen Moment laufen, setzt sich den Helm auf, zieht die Handschuhe an und setzt sich auf das Biest.
Ich bin fast in Schockstarre, das ich fast vergesse das wir ja gemeinsam fahren wollen.
Also rauf auf das Motorrad und ihm hinter her

Langsam rollen wir aus dem Dorf
Die ersten Meter und Kurven fahren wir wie immer, ruhig und mit bedacht, ich muss immer wieder auf den Tacho und Drehzahlmesser gucken, weil ich mein Motorrad nicht mehr höre, aber ich kann den Blick nicht von dem Biets nehmen, es sieht so leicht und spielerisch aus was der Papa da macht.
Bisher konnte ich immer bremsen, wenn ich das Bremslicht vom Papa gesehen habe, das geht mittlerweile voll in die Hose.
Die ersten Kurven bremste ich in dem Moment wo ich das Bremslicht sah und musste so stark bremsen das ich fast die Kurve nicht bekommen habe.
Was treibt er da ?

Pause
Einen Kaffee und nen Stück Kuchen müssen sein, doch als als der Papa von dem Biets absteigt, geht er erstmal ne Runde um das Biest und erklärt das er schaut ob alles dicht ist und alle Schrauben noch da sind wo welche hingehören.
Noch ein paar Liter Sprit rein, wieso hat das Biest denn so einen kleinen Tank ?
Wir tanken sonst immer erst anch 300 bis 400km.

Dann geht es weiter, ich beobachte ganz genau wie der Papa das Biest über den Kickstarter zum Leben erweckt.
Da ist es wieder das grollen
Alle drehen die Köpfe und schauen was da gerade angegangen ist.

Nach einer kurzen fahrt biegen wir in eine mir bis dahin unbekannte Strecke ab und das was ich dann zu sehen bekomme übersteigt meine Vorstellungskraft!
Sowas kannte ich bisher nur aus alten Videos.

Das Biest beschelunigt als gäbe es kein Morgen, hebt dabei leicht das Vorderrad und lässt es leicht über den Asphalt schweben, dann der Gang wechsel, kurz setzt das Vorderrad auf um dann gleich wieder ein Stück in der Luft zu sein, ich kann kaum folgen so reisst das Biest an.
Die Kurve schiesst auf uns zu, ich bremse, das Biest brüllt immer noch.
Das bremslicht leuchtet auf!
Die Gabel sackt zusammen, das Heck geht in die höh, das Hinterrad kommt leicht schräg und der Papa drücktz das Biest in die Kurve das die Fussraste über den Asphalt schleift.
In der Mitte der Kurve höre ich wie das Biest wieder anfängt immer lauter zu brüllen, wie kann er hier nur jetzt schon gas geben und das ohne elektronik ?
Das Vorderrad erhabt sich ganz leicht wieder, der Papa legt sich in die Kurve um das Biest auf Kurs zu halten und schiesst aus der Kurve raus auf die nächste zu.
Diese geht über unzälige Kurven so
Ich kann ihm schon lange nicht mehr direkt folgen, höre nur wie es immer wieder lauter und leiser wird.
Ab und zu kann ich durch die Bäume einen Blick erhaschen und sehe wie der Papa komplett auf dem Hinterrad fährt, kurz vor der Kurve das Vorderrad absetzt und das Biest zusammen bremst und hinter der nächsten Kurve verschwindet.

Nach deisem Ritt fahren wir nach Hause, tausende Gedanken habe ich in meinem Kopf und zu Hause angekommen, darf ich mich auch mal drauf setzen.
Es fühlt sich so klein und leicht an.
Fahren darf ich sie nicht, aber Papa verspricht, das er mir irgendwann mal zeigt wie man sie startet und dann wird man weiter sehen.


Das Biest kam wieder hinter die Tür und ich habe meinen Papa noch nie so den ganzen Tag grinsen gesehen.

Nie habe ich mich mehr auf ein Erbe gefreut
 
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wobei der Name Chambon auch schon wieder Emotionen weckt ... was war das für eine geile Zeit!
werden die jüngeren kaum noch kennen...


Gruss

Norbert
In der Tat, die Chambon Brüder waren eine Augenweide mit ihren Fahrstilen. Boris Chambon habe ich das erstemal 1997 in Harsewinkel live gesehen. Er war mein absoluter Lieblingsfahrer. Überhaupt, die SM-Rennen ende der 90er in Harsewinkel waren grandios, klasse Event mit bis zu 6000 Zuschauern, lockere Atmosphäre am Trainingstag konnte man durch die Fahrerlager spazieren.

Anbei paar abfotografierte Pics aus den 90er:

IMAGE0011.JPG

Aus der Motorrad Zeitschrift 11/1995, Boris Chambon testet KTM Duke:


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